Ausbildung

Der Beruf Industriemechaniker/in ohne Fachrichtungen entstand im Jahr 2004 durch die Neuordnung der industriellen Metallberufe, da enge Orientierung am betrieblichen Arbeitsprozess in diesem Beruf zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Flexibilität und verantwortliches Handeln im Rahmen des betrieblichen Qualitätsmanagements, eigenverantwortliche Disposi¬tions- und Terminverantwortung werden immer wichtiger.

Kundenorientierte Arbeitsweise und das Anwenden englischer Fachbegriffe sind heute ebenso unabdingbar.

Geschichte

Im Jahr 2004 wurden die typischen Fachrichtungen des Industriemechanikers durch Einsatzgebiete abgelöst.

1987 wurden die Berufe Feinmechaniker/in, Maschinenschlosser/in, Mechaniker/in, Betriebs¬schlosser/in, Gürtler/in, Systemmacher/in, Metallgewebemacher/in sowie Schloss- und Schlüsselmacher/in durch den Beruf Industriemechaniker/in mit den Fachrichtungen Betriebstechnik, Geräte- und Feinwerktechnik, Maschinen- und Systemtechnik sowie Produktionstechnik abgelöst.

Im Jahr 2004 wurde der Ausbildungsberuf Industriemechaniker/in rundum modernisiert und in der geänderten Verordnung auf die Fachrichtungen verzichtet. Betriebe und Auszubilden¬de können sich nun im Verlauf der Ausbildung entscheiden, in welchem Einsatzgebiet die Ausbildung vertieft wird.

Hier gibt die neue Verordnung lediglich Rahmenbedingungen für die Ausbildung vor und überlässt – je nach betrieblicher Erfordernis – die konkrete Gestaltung den Unternehmen. Typische Einsatzgebiete sind Instandhaltung, Maschinen- und Anlagenbau, Produktionstechnik und Feingerätebau.

Die Neuordnung ermöglicht einen flexibleren Einsatz von Fachkräften über die Grenzen des Betriebs und sogar des Berufs hinaus. So wird ein Wechsel innerhalb der industriellen Metallberufe erleichtert.

Abschlussprüfung

Eine weitere Neuerung bei den industriellen Metallberufen ist die aufgesplittete Abschlussprüfung in zwei Prüfungsteile, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfinden.

Anstelle einer Zwischenprüfung legen die Auszubilden¬den vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres Teil 1 der Abschlussprüfung ab.

Das erzielte Teilergebnis geht zu 40 Prozent in das Gesamtergebnis der Prüfung ein. Teil 2 der Ab¬schlussprüfung wird am Ende der Ausbildungszeit abgelegt.

Die neue Prüfungsstruktur wurde zunächst in einer Erprobungsverordnung geregelt. Nachdem sie sich in der Praxis bewährt hatte, wurde sie in die Verordnung über die Berufsausbildung integriert; diese trat zum 1. August 2007 in Kraft.

Aufgaben und Tätigkeiten

Industriemechaniker/innen sind in der Produktion und Instandhaltung tätig, wo sie dafür sorgen, dass Maschinen und Fertigungsanlagen stets betriebsbereit sind. Sie richten diese ein und prüfen ihre Funktionen.

Hierfür gehen sie nach geeigneten Prüfverfahren vor, ermitteln Störungsursachen, bestellen passende Ersatzteile oder fertigen sie selbst an und führen Reparaturen aus. Nach Abschluss von Montage- und Prüfarbeiten weisen sie die Kollegen oder Kunden in die Bedienung und Handhabung ein.

Wenn sie in der Fertigung von Maschinen und feinwerktechnischen Geräten arbeiten, stellen Industriemechaniker/innen vor allem Bauteile aus Metall und Kunststoff her. Mit Techniken wie Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen und den verschiedenen Fügetechniken (z.B. Schweißen, Verschrauben) sind sie ebenso vertraut wie mit dem Montieren und Justieren von Bauteilen.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Schulische Vorbildung
Fachoberschulreife oder höherer Abschluss.

Schulkenntnisse

Gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung zum Industriemechaniker bzw. zur Industriemechanikerin sind vertiefte Kenntnisse in den nachfolgend genannten Schulfächern:

Physik: Angehende Industriemechaniker/innen lernen, mit technischen Systemen umzugehen und diese zu warten. Wissen aus dem Physik-Unterricht ist wichtig, um z.B. die notwendigen Grundlagen der Elektro- und Steuerungstechnik zu verstehen

Mathematik: Ob man mit Tabellen umgeht oder Maße, Volumina und Winkel für die Herstellung von Ersatzteilen berechnet: Zahlenverständnis muss man in der Ausbildung beweisen. Kenntnisse in Mathematik sind daher erforderlich.

Werken/Technik: In der Ausbildung lernt man u.a., Bauteile aus Metall und Kunststoff anzufertigen. Handwerkliches Geschick ist z.B. beim Feilen, Bohren, Fräsen und Schleifen unabdingbar. Wer Kenntnisse aus dem Bereich Werken und Technik besitzt, tut sich ggf. leichter. Angehende Industriemechaniker/innen müssen Teilzeichnungen sowie Skizzen für Bauelemente von Funktionseinheiten und einfache Baugruppen erstellen. Hierfür sind Kenntnisse im technischen Zeichnen vorteilhaft.

Informatik: Informatik Kenntnisse über informationstechnische Sachverhalte erleichtern den Einstieg in die Arbeit mit CNC-Maschinen

Neigungen und Interessen

Interesse an Technik
Neigung zum Umgang mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen
Neigung zu Tätigkeit mit körperlichem Einsatz (z.B. Transportieren schwerer Werkstücke)
Neigung zu handwerklicher Tätigkeit
Ausbildungsinhalte:
Während der Ausbildung bei der CEMEX Deutschland AG durchlaufen Sie alle Abteilungen der Instandhaltung und Produktion. Dabei lernen Sie z.B.:

Arbeitsaufgaben im Team planen und vorbereiten
Maschinen, Geräte und Produktionsanlagen herstellen, warten oder reparieren
Qualitätskontrollen durchführen
Persönliche Voraussetzungen

Sorgfalt (z.B. beim Auswerten technischer Unterlagen, beim Durchführen von Qualitätskontrollen, beim Instandsetzen von Maschinen)
Teamfähigkeit